Google kündigt eigenes Tablet für 2012 an
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20122011
© chip.deGoogle-CEO Eric Schmidt kündigte in einem Interview mit der italienischen Tageszeitung "Corriere della Sera" ein eigenes Tablet des Internet-Giganten an, das bereits im ersten Halbjahr erscheinen soll. Von wem das Google-Gerät produziert wird, ist bisher nicht bekannt - Optionen sind leistungsstarke Android-Partner Googles wie Samsung oder HTC wie zuletzt beim ersten Android 4.0-Smartphone Galaxy Nexus.
Falls die Übernahme der Motorola Mobility durch die Kartellbehörden bestätigt wird, ist jedoch auch eine Entwicklung innerhalb des eigenen Konzern-Universums denkbar. Als sicher gilt, dass auf dem avisierten Tablet Android 4.x ("Ice Cream Sandwich") laufen wird. Google exponiert sich damit erstmals als direkter iPad-Rivale.
Direkte - und "brutale" - Apple-Konkurrenz
Schmidt fand im Interview zwar würdigende Worte für den verstorbenen Apple-CEO Steve Jobs - er bezeichnete ihn als einen "Michelangelo unserer Zeit", als "einzigartigen Charakter" sowie persönlichen Freund und erinnerte an Jobs´ revolutionäre Leistungen etwa durch die Entwicklung des iPad. Jedoch stünden Google und Apple in direkter Konkurrenz gegeneinander - dies sei das Wesen des Kapitalismus und bedinge im Fall der beiden IT-Riesen einen "brutalen Kampf" im Bereich der mobilen Kommunikation.
Neben dem Google-Tablet kündigte Schmidt ein Siri-Pendant an, mit dem es gegen Apples Vorherrschaft im Bereich der Spracherkennungs-Software vorgehen will, wollte sich zu Details jedoch noch nicht äußern. Nach bisher nicht offiziell bestätigten Gerüchten könnte eine solche Google-Software - derzeit unter dem Code-Wort "Majel" gehandelt - bereits auf dem Mobile World Congress in Barcelona im Februar 2012 vorgestellt werden.
Ice Cream Sandwich 4.0.3 erscheint in den kommenden Wochen
Im Android-Entwickler-Blog hat Google nun auch ein Update für Android 4.0 ("Ice Cream Sandwich")angekündigt. Die Programmversion 4.0.3 soll "in den kommenden Wochen" Android-Smartphones und -Tablets zur Verfügung stehen und einige Verbesserungen bringen sowie Schwachstellen der aktuellen Version beheben. Die Android-Developer wurden von Google aufgefordert, ihre Apps mit dem Programm-Update zu testen. Laut dem Blogeintrag enthält die aktualisierte Firmware Optimierungen für Bluetooth, Datenbanken, Grafik und die integrierte Rechtschreibprüfung.
Programmierer können neue API-Schnittstellen nutzen und damit unter anderem Kalenderanwendungen mit farbigen Markierungen oder Notizen ergänzen, auf den Bildstabilisator der Kamera zugreifen oder QVGA (Quarter Video Graphics Array)-Profile nutzen. Außerdem sollen Apps mit Check-Ins oder Status-Updates künftig mit den jeweiligen Nutzerdaten synchronisierbar sein und Text-to-Speech-Features mit neuen Status- und Fehleranzeigen ausgestattet werden. Das Programm befindet sich derzeit noch in der Beta-Phase - laut einem Bericht des IT-Portals "Engadget" hat ein Entwickler auf einem Motorola Xoom unter Android 4.0.3 gerade einige Fehler im Hinblick auf die Video-Wiedergabe sowie Kamera- und GPS-Unterstützung gefunden.
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