Samsung darf Galaxy Tab 10.1 in Australien verkaufen
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09122011
Apple ist in Australien mit seinem Versuch, für das Samsung-Tablet Galaxy Tab 10.1 ein Verkaufsverbot zu erwirken, endgültig gescheitert. Bereits in der vergangenen Woche hatte ein Gericht das seit Juli geltende Verbot aufgehoben - Apple reagierte darauf mit einem Eilantrag an den australischen High Court.
Dieser wies heute die Berufungsklage ab - Samsung darf sein Tablet ab sofort auf dem fünften Kontinent verkaufen, die Endphase des Weihnachtsgeschäfts ist damit für die Koreaner ebenfalls gerettet.
Australien - wichtig für Apples Neuprodukte
Der australische Markt ist für die beiden IT-Rivalen unter anderem deshalb wichtig, weil Apple seine neuen Produkte dort "traditionell" unmittelbar nach den USA einführt. Gleichzeitig ist der australische Prozess Teil eines weltweiten Patentrechts-Streits der beiden Unternehmen, dessen Schlagabtausch sich in den letzten Monaten sukzessive intensiviert hat. Samsungs Android-Geräte erreichen inzwischen eine technische Qualität, die Apples iPhones und iPads nicht nachsteht und haben sich damit zu einer ernstzunehmenden Apple-Konkurrenz auf dem Mobilgeräte-Markt entwickelt.
Im Fokus der juristischen Auseinandersetzungen steht derzeit das Samsung Galaxy Tab 10.1, das als der wichtigste iPad-Wettbewerber gilt. Apple versucht mit aller Macht, die Markteinführung des Gerätes wegen angeblicher Design- und Technologie-Plagiate des iPad zu verhindern.
Samsung - juristische Niederlage in Frankreich
Auch in den USA hat Samsung kürzlich gegen Apple einen Etappensieg errungen - ein US-amerikanisches Gericht entschied in einem dort anhängigen Patentverfahren, dass der koreanische Konzern seine Smartphones und Tablets weiterhin verkaufen darf. Die Berufungsklage Apples ist noch nicht entschieden.
In Deutschland kann Samsung mit dem designerisch etwas modifizierten Tablet Galaxy 10.1N immerhin im Weihnachtsgeschäft präsent sein - die Verhandlung der Apple-Klage vor dem Düsseldorfer Landgericht findet erst am 22. Dezember statt. Eine juristische Niederlage musste Samsung gestern allerdings in Frankreich hinnehmen - seine Klage gegen das iPhone 4S wegen der angeblichen Verletzung von UMTS-Patenten der Koreaner wurde abgewiesen.
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