RIM senkt Gewinnprognose wegen Playbook-Misserfolg
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05122011
© rim.comNachdem der BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) in den letzten Tagen und Wochen mit der Präsentation seiner neuen Software-Plattform BBX daran gearbeitet hat, sein Image in Öffentlichkeit und Branche zu verbessern, folgte pünktlich zum Wochenbeginn ein neuer Absturz.
So gab das Unternehmen jetzt bekannt, dass man den bisher prognostizierten Gewinn von 5,25 bis 6 Dollar pro Aktie im aktuellen Geschäftsjahr, das noch bis Ende Februar 2012 läuft, nicht erreichen werde. Der Grund dafür sei das nahezu unverkäufliche Tablet BlackBerry Playbook. RIM sitzt wegen des Tablet-Desasters auf Lagerbeständen des Gerätes im Wert von 360 Millionen Dollar, die als Abschreibungen die Konzernbilanz nach unten drücken.
Bessere Verkaufsförderung und Software für das Playbook?
RIM schrieb in einer Pressemitteilung zur aktuellen Situation, dass das Tablet mehr verkaufsfördernde Maßnahmen benötige, um sich am Markt behaupten zu können. Die sehr schwache Nachfrage nach dem Gerät begründete das Unternehmen mit Verzögerungen in der Entwicklung von BBX 2.0, das erst im Februar 2012 erscheinen wird sowie der großen Konkurrenz im Mobilgeräte-Markt.
Gesenkte Playbook-Preise - für Verbraucher wenig attraktiv
Branchen-Experten bestätigten inzwischen die RIM-Sicht, dass die unzureichende Software-Plattform die Marktperformance des BlackBerry Playbook behindert habe. An den Handel wurden lediglich 150.000 Stück ausgeliefert. Ob "Verkaufsförderung" das Problem zukünftig lösen kann, darf allerdings bezweifelt werden.
RIM bietet das Gerät in den USA inzwischen für 199 US-Dollar an. Gegenüber dem Einführungspreis von 500 US-Dollar ist dies eine beachtliche Reduktion, die sich allerdings - anders als beim Ausverkauf des HP Touchpad - nicht in Nachfrage-Erfolgen niederschlägt. Bereits vor einiger Zeit wollten asiatische Playbook-Auftragsfertiger wissen, dass RIM sein Tablet zum Jahresende 2011 einstellt. Gefragt werden darf also durchaus, ob die Preissenkung des BlackBerry Playbook nicht eher seinen Ausverkauf markiert - RIM dementiere dies jetzt aber erneut.
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