BlackBerry Server-Panne kann für RIM existenzbedrohend werden

  • 12102011
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    BlackBerry Hersteller Research In Motion (RIM) ist mit einer nicht abreißenden Serie von Problemen konfrontiert. Das Unternehmen wird im Mobilfunk-Markt von Apple und den Android-Wettbewerbern trotz hochwertiger Produkte zunehmend an den Rand gedrängt. Das BlackBerry Playbook - RIMs Versuch, sich im Tablet-Markt nachhaltig zu behaupten - floppte und wird vermutlich zum Jahresende eingestellt. Außer Frage stand bisher allerdings die Qualität und Nutzerfreundlichkeit der BlackBerry Smartphones speziell für Business-Kunden.

    Bereits seit Montag leiden Millionen BlackBerry User jetzt aber unter einem Ausfall der RIM-internen Server - die Internet- und Mailing-Funktionen ihrer Geräte sind bis auf weiteres lahmgelegt. Betroffen sind RIM-Kunden auf allen Kontinenten außer in den USA und Kanada. Zwar gab das Unternehmen gestern Morgen zeitweise Entwarnung, kämpft jedoch seit Dienstagmittag mit einem weiteren weltweiten Serverausfall. Das Ereignis ist der massivste Störfall in der RIM-Geschichte, frühere Netzwerk-Ausfälle waren regional begrenzt.

    Ausfall zentraler Schaltstellen im Netzwerk

    Ein RIM-Sprecher nannte heute als Ursache des Problems technische Ausfälle in der internen Infrastruktur des Unternehmens. Der Ausfall eines Core-Switches und das Nicht-Funktionieren einer Back-Up-Schaltstelle haben einen immensen Daten-Rückstau verursacht. RIM arbeitet derzeit noch an der Behebung des Problems. Beobachter spekulierten über Server-Blockaden entweder am kanadischen Firmensitz von RIM oder in einem Kontrollzentrum im britischen Slough.

    Normalerweise gilt RIMs firmeneigenes Server-System für die BlackBerries als ein Pluspunkt der Geräte - das RIM-System ist weitgehend gegen Hacker-Attacken immun und punktet mit seinen Sicherheitsstandards vor allem bei Managern und Behörden.

    Nutzer verärgert über Informationspolitik

    BlackBerry Nutzer reagierten teilweise extrem verärgert - oft weniger über den Ausfall selbst als über die Informationspolitik des Unternehmens: RIM unterrichtete seine Kunden verspätet, bruchstückhaft und mit großen Pausen. Das Unternehmen hat derzeit weltweit etwa 70 Millionen Smartphone-Kunden - weitere Einbrüche in diesem Kerngeschäft können für die Kanadier existenzbedrohend werden. Bereits seit der Veröffentlichung der schlechten Unternehmensdaten für das zweite Quartal 2011 fordern die Anteilseigner eine Aufspaltung des Konzerns.

    Michael Kollet  
    Autor:
    Michael Kollet
    Datum:
    12.10.2011
    Tags:
    Tablet, Blackberry, RIM, Playbook, Geschäftszahlen, Server-Ausfall

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