Netzausbau: Vodafone will flächendeckendes LTE-Netz bis 2015

  • 09092013
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    © vodafone.de

    Vodafone hält an den Ausbauplänen für das LTE-Netz weiter fest. Wie das Unternehmen jetzt bekräftigt hat, soll bis März 2015 ein flächendeckendes Netz aufgebaut worden sein, das 10.200 Basisstationen umfasst. Dadurch soll nahezu das ganze Bundesgebiet mit schnellem Internet über Funk versorgt werden können. Das Düsseldorfer Unternehmen will allerdings nicht nur in diesem Bereich nachrüsten, sondern das eigene Netz generell auf eine modernere Basis stellen.

    Vodafone will Netz weiter modernisieren

    Dazu gehört, dass teilweise noch aus den 90er Jahren stammende Technik im GSM-Netz erneuert wird. Außerdem sollen Basisstationen, die bisher nur GSM-Verbindungen unterstützt haben, gleichzeitig mit UMTS und LTE ausgerüstet werden. Im Gegenzug sollen in Funkmasten, die bislang nur für UMTS-Funk ausgelegt waren, auch GSM-Module verbaut werden. Klar ist laut dem Unternehmen, dass diese Pläne zumindest temporär zu Netzproblemen in den betroffenen Regionen führen können, beispielsweise dann, wenn ein Turm im Zuge der Ausbaumaßnahmen abgeschaltet werden muss. Man betonte aber, die Ausfallzeiten möglichst kurz halten zu wollen.

    Dass der LTE-Ausbau schon jetzt für Schwierigkeiten sorgt, wurde von Vodafone bestätigt. Unabhängige Netztests hatten zuvor gezeigt, dass in zahlreichen Regionen Überlastungsprobleme im GSM-Netz auftreten, die in schweren Fällen dazu führen, dass Kunden kaum noch Daten über Edge empfangen oder verschicken können. Man versprach, diese Probleme schnellstmöglich anzugehen, sobald man davon Kenntnis erhält. Ein mögliches Mittel sei die Aktualisierung der Technik. Allerdings räumt man auch ein, nicht immer Einfluss auf die Dauer der Behebung zu haben. Werden größere Umbauten oder eine Glasfaseranbindung nötig, liege das nicht allein in der Entscheidungsgewalt von Vodafone.

    Kabel Deutschland-Übernahme wackelt noch

    Zusätzliche Netzkapazitäten könnte die Übernahme Kabel Deutschlands bringen, diese steht derzeit jedoch noch auf der Kippe. Zwar hat der Aufsichtsrat des Kabelnetzbetreibers den Aktionären empfohlen, das Angebot des Mobilfunkriesen anzunehmen, Anleger äußerten aber Befürchtungen, dass die von Vodafone gesetzte Annahmeschwelle nicht erreicht werden und der Kauf so platzen könnte.

    Deshalb hat man das Unternehmen aufgefordert, die Bedingungen aufzuweichen. Dies lehnt Vodafone jedoch ab und beharrt darauf, 75 Prozent der Kabel Deutschland-Aktien aufkaufen zu wollen. Bei Großübernahmen in Deutschland hatte die Annahmequote in den vergangenen fünf Jahren im Schnitt mit 68,5 Prozent etwas darunter gelegen.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    09.09.2013
    Tags:
    Mobiles internet, Kabel Deutschland, Vodafone, LTE, Netzausbau, Glasfaser, Übernahme

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