Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone steht kurz bevor

  • 13092013
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    © kabeldeutschland.com

    Die Übernahme von Kabel Deutschland durch Vodafone steht kurz vor dem Abschluss. Nachdem die Führungsebene des Kabelnetzbetreibers bereits ihre Zustimmung und den Aktionären die Empfehlung gegeben hat, das Angebot der Briten anzunehmen, sind diese jetzt diesem Rat gefolgt.

    Und obwohl im Vorfeld Zweifel angemeldet wurden, dass genügend Aktionäre das Angebot annehmen und ihre Aktien zum Kauf anbieten, konnte Vodafone das selbst gesteckte Ziel erreichen und 75 Prozent der Anteilsscheine von Kabel Deutschland übernehmen.

    Aktionäre akzeptieren in letzter Minute

    Noch Mitte der Woche hatten anonyme Teilhaber des Kabelnetzbetreibers Vodafone aufgefordert, die anvisierte Quote zu senken, da diese etwas über dem in Deutschland zuletzt üblichen Schnitt bei Großübernahmen lag. Vodafone lehnte das aber ab und ließ die Übernahme damit zur Zitterpartie werden. Zum Börsenschluss am Dienstag hatte das Unternehmen nur auf knapp 20 Prozent der Aktien Zugriff, das Ende der Annahmefrist war auf 0 Uhr am Donnerstagmorgen festgelegt worden. Vodafones Angebot entpuppte sich aber als attraktiv genug.

    Der Mobilfunkkonzern hatte sich bereit erklärt, 87 Euro pro Anteilsschein und damit eine Dividende von 2,5 Euro zu zahlen. Die Gesamtkosten für den Kauf liegen dadurch bei 7,7 Milliarden Euro. Für diese Summe erhält man Zugriff auf ein gut ausgebautes Kabelnetz, das für Kombiangebote aus Festnetz, Fernsehen und Internet genutzt werden kann. Dabei sind für den einzelnen Nutzer teilweise bereits Bandbreiten von 150 MBit/s möglich. Außerdem gewinnt man so auf einen Schlag gut 8,5 Millionen Kunden und steigt dadurch auch im Festnetzgeschäft zu einem ernst zu nehmenden Konkurrenten für die Telekom auf.

    Zustimmung der Wettbewerbshüter fehlt noch

    Wie Vodafone am Donnerstagabend mitteilte, ist die Übernahme aber trotz der Zustimmung der Aktionäre noch nicht in trockenen Tüchern. Noch fehle die Bestätigung der Wettbewerbshüter. Dass man hier auf Widerstand stößt, gilt mittlerweile aber als unwahrscheinlich. Bundeskartellamtspräsident Andreas Mundt hatte schon im August erklärt, keine größere Beeinträchtigung des Markts zu erwarten. Seiner Meinung nach sei deshalb nun die EU-Kommission gefragt.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    13.09.2013
    Tags:
    Kabel Deutschland, Vodafone, Telekom, Übernahme, Bundeskartellamt, Aktionäre

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