Telekom erweitert Stream On-Angebot um 13 weitere Partner

  • 31052017
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    © telekom.com /
    Deutsche Telekom

    Anfang April hat die Telekom ihr Stream On-Angebot gestartet. Dieses erlaubt es Kunden mit MagentaMobil-Tarifen, bestimmte Streaming-Dienste zu nutzen, ohne dass der dabei aufkommende Datenverkehr vom monatlichen Volumen abgezogen werden würde. Um den Service noch attraktiver zu machen, will die Telekom am 1. Juni weitere Partner vorstellen. Dabei sind klangvolle Namen, die zukünftig das Datenvolumen der Telekom-Kunden nicht mehr belasten.

    Stream On mit 13 neuen Radios und Video-Portalen

    Schon zum Start waren wichtige Namen wie Youtube und Netflix mit an Bord, nun kommen Portale wie Zattoo dazu. Das Schweizer Unternehmen bietet kostenloses Streaming von TV-Sendern im Internet an und kann von Stream On-Kunden künftig auch unterwegs ohne Angst vor der vorzeitigen Drosselung in Anspruch genommen werden. Gleiches gilt für Hörer der Radiosender Rautemusik.FM, Laut.fm, Antenne Niedersachen, Flux Music, Radio Brocken, Schlagerparadies und 89.0 RTL, die deren Online-Angebot ab kommendem Monat ebenso unbegrenzt nutzen können. Als neue Partner werden außerdem die Portale TV Spielfilm, Waipu.TV, Vevo, Kinoflimmern und TV Bayern vorgestellt.

    Welcher Traffic im Rahmen von Stream On genau berechnet wird, hängt auch vom eigenen Tarif ab. Im MagentaMobil M ist die Option auf Audio-Übertragungen beschränkt, während Videos im MagentaMobil L und MagentaMobil L+ inbegriffen sind. Die Nutzung von Streaming-Portalen, die keine Partnerschaft mit der Telekom eingegangen sind, wird nach wie vor allen Stream On-Kunden vollständig berechnet. Dies betrifft beispielsweise Nutzer von Spotify und Vimeo - letztere haben auf eine Kooperation verzichtet, weil man die von der Telekom gestellten Forderungen als zu hoch empfand. Der Mobilfunkkonzern legt unter anderem fest, dass technische Änderungen vier Wochen vor der Veröffentlichung gemeldet werden müssen. Für manchen Anbieter ist das ein unzumutbarer Eingriff in die eigene Flexibilität, auf technische Tücken reagieren zu können. Hinzu kommt, dass die Anbieter für möglicherweise falsch berechneten Traffic haften sollen. Technische Fehler können so zum finanziellen Risiko werden, was Stream On für kleinere Unternehmen unattraktiv macht.

    Verbraucherschützer sehen Verletzung der Netzneutralität

    Kritik kommt auch von Verbraucherschützern. Diese würden Stream On trotz der Vorteile für Streamer am liebsten verbieten lassen. Grund dafür ist die Bevorzugung einzelner Dienste und der damit verbundenen Einführung eines Zwei-Klassen-Internets. Anbieter, die keinen Vertrag mit der Telekom eingehen wollen, haben es schwerer, sich gegen Konkurrenten durchzusetzen, die bei Stream On vertreten sind. Gleichzeitig werden die Telekomkunden zur Verwendung bestimmter Dienste gedrängt. Deshalb forderte man die Bundesnetzagentur zum Handeln auf, die das Angebot mittlerweile tatsächlich prüft. Von der Telekom erwarten die Verbraucherschützer im Gegenzug, Tarife mit ausreichend hohem Datenvolumen zu fairen Preisen einzuführen und so das Traffic-Dilemma der Nutzerschaft zu beseitigen.

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