Viren, Malware, Datenklau: So schützen Sie ihr Smartphone richtig

  • 07032014
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    In Zeiten, in denen Smartphones jeden Schritt, jedes gespielte Spiel, jede besuchte Internetseite und jedes online geführte Gespräch dokumentieren können, werden einstmals reine Telefone zum beliebten Ziel von Hackern. Wer sich unvorsichtig verhält, setzt nicht nur die Sicherheit seiner Daten aufs Spiel, sondern kann bares Geld verlieren. Beachtet man einige einfache Grundregeln, lässt sich die Gefahr aber deutlich minimieren.

    Das größte Einfallstor für Malware bei Smartphones ist der Download von Anwendungen aus dem Internet. Dies gilt für Android- und iOS-Geräte gleichermaßen. Angreifer locken mit dem kostenlosen Download beliebter Apps, verändern aber deren Code, um die Kontrolle über das Smartphone des Nutzers übernehmen zu können. Will man sich davor schützen, sollte man darauf verzichten, Software aus Drittanbieterquellen zu installieren. Bei Android-Smartphones lässt sich das in den Einstellungen ("Sicherheit" --> "Unbekannte Quellen") deaktivieren. iOS-Nutzer schützen sich, indem sie auf einen Jailbreak verzichten, der das Installieren von Apps aus anderen Quellen als dem App Store überhaupt erst möglich macht.

    Unter Android: App-Rechte beachten

    Seit der Eröffnung des Play Stores gab es immer wieder Meldungen über Malware in Googles Software-Shop. Google versucht seit einiger Zeit recht erfolgreich, mit einer Scanner-Software gegen Schadprogramme vorzugehen, absolute Sicherheit gibt es dennoch nicht. Da die Zugriffsrechte jeder App vor der Installation angezeigt werden, kann sich der Nutzer aber auch selbst absichern.

    Verlangt beispielsweise ein einfaches Spiel Zugriff auf Kontaktdaten oder die SMS-Funktion, sollte man auf die Installation verzichten, da so persönliche Daten abgegriffen oder kostenpflichtige Nachrichten verschickt werden können. Generell sollte man die Frage stellen, ob die eingeforderten Zugriffsrechte zur erwarteten Funktion passen.

    Offene WLAN-Netze meiden

    WLAN-Hotspots, die von jedem genutzt werden können, gibt es in Deutschland mittlerweile zu Tausenden. Sie erlauben es, kostenlos ins Internet zu gehen, bieten Hackern aber auch einen einfachen Angriffspunkt. Unverschlüsselte Verbindungen lassen sich in offenen Netzen ohne großen Aufwand mitlesen. Hacker können so herausfinden, welche Seiten man besucht oder welche Apps auf dem Smartphone installiert sind.

    Senden die Programme ihre Daten uncodiert, wie es beispielsweise lange Zeit bei WhatsApp der Fall war, gibt man so möglicherweise auch Vertrauliches preis. Shop-Besuche, Online-Banking und private Kommunikation sollten deshalb ausschließlich über gesicherte Netzwerke oder die 3G-Verbindung des Smartphones oder Handys abgewickelt werden.

    Viren auf normalen Handys?

    Die häufige Berichterstattung über Gefahr von Malware auf Mobilfunkgeräten lässt möglicherweise den Eindruck entstehen, dass alle Geräte gleichermaßen gefährdet sind. Zumindest für normale Handys trifft das allerdings nicht zu. Selbst der Download von Software (JAR-Dateien) aus dem Internet birgt hier keine ernsthaften Gefahren.

    Die Programme laufen bei diesen Geräten in einer virtuellen Maschine und haben nur sehr begrenzten Zugriff auf das eigentliche System. Echten Schaden kann man so nicht anrichten, was der Grund dafür ist, warum Viren vor dem Smartphone-Boom bei Mobilgeräten kein Thema waren.

    Claudia Tourelle  
    Autor:
    Claudia Tourelle
    Datum:
    07.03.2014
    Tags:
    Mobiles internet, Smartphones, HotSpot, Apps, Malware, Viren, Google Play Store, Sicherheit

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