Nokia zeigt Smartphone Icon - Android-Apps für Windows Phone?

  • 13022014
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    © nokia.com

    Nokia beginnt bereits einige Tage vor dem Start des Mobile World Congress mit der Vorstellung neuer Geräte. Zusammen mit dem US-Netzbetreiber Verizon hat man das Nokia Icon vorgeführt, das Nokias High-End-Sortiment erweitert und zumindest technisch trotz der Verizon-Partnerschaft weltweit eingesetzt werden kann. Das Icon wird aber nicht die einzige Neuvorstellung der nächsten Wochen bleiben. Auf dem MWC soll zumindest das Android-Modell Nokia Normandy folgen - trotz Übernahme durch Microsoft. Gerüchten zufolge könnten diese damit sogar mehr als einverstanden sein.

    Für Verizon entwickelt, international einsetzbar

    Während das Normandy eher im unteren Preissegment angesiedelt sein soll, ist das Icon ein klarer High-End-Bolide. Neben einem 5 Zoll großen AMOLED-Display mit ClearBlack-Technologie und Full HD-Auflösung verbaut Nokia einen Snapdragon 800-Prozessor und 2 GB Arbeitsspeicher. Damit ist das Smartphone nicht nur auf Augenhöhe der Windows Phone 8-Konkurrenz, sondern braucht sich auch vor dem Android-Kollegium nicht zu verstecken. Den internen Speicher beziffern die Finnen mit 32 GB, verzichten aber auf einen microSD-Einschub. Der Akku fasst 2.420 mAh und soll eine Gesprächszeit von stattlichen 16 Stunden erlauben.

    Obwohl das Gerät in den USA als CDMA-Smartphone vorgestellt wurde, unterstützt das Funkmodul des Nokia Icon zusätzlich GSM, HSPA+ und LTE, ist also auch außerhalb des Verizon-Netzes einsetzbar. Eine Einführung in anderen Ländern wäre somit denkbar, wurde von Nokia bisher aber nicht bestätigt. Würde es nach Deutschland kommen, müsste lediglich das Frequenzspektrum des LTE-Modems geändert werden. Bisher unterstützt das Icon nur die Bänder 700, 1.700 und 2.100 MHz, von denen hierzulande keines üblich ist. Ob das Gerät auch in Europa angeboten werden wird, könnte sich auf dem MWC klären.

    Bald Android-Apps im Windows Phone Store?

    Dort soll mindestens ein weiteres Geheimnis der Finnen gelüftet werden: das Nokia Normandy. Dabei handelt es sich um ein unter einer abgewandelten Version von Android laufendes Smartphone, das laut einem Bericht des "Wall Street Journal" trotz der Übernahme durch Microsoft nicht aufgegeben wurde. Dass die Windows Phone-Macher ein solches Gerät akzeptieren würden, galt vielen bisher als unwahrscheinlich.

    Nun gibt es aber Gerüchte, denen zufolge man bei Microsoft sogar darüber nachdenkt, das eigene Betriebssystem für Android-Apps zu öffnen. Dies berichtet das amerikanische Technikportal "The Verge" unter Berufung auf anonyme Microsoft-Mitarbeiter. Das Unternehmen erhofft sich davon, seinen Kunden eine größere Auswahl an Apps anbieten zu können. Ob man diesen Schritt tatsächlich wagt, scheint aber noch nicht klar zu sein. Bisher handelt es sich offenbar nur um Planspiele.

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