Sicherheit: So schützen Sie sich vor Malware und Passwort-Diebstahl

  • 22012014
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    © Onidji - Fotolia.com

    Aktuell schlägt ein Fall von Internet-Kriminalität hohe Wellen. Hackern ist es gelungen, E-Mail-Konten von 16 Millionen Nutzern zu kapern, rund die Hälfte davon bei Anbietern mit de-Adresse. Entsprechend viele Betroffene dürften aus Deutschland stammen. Die Datensätze wurden von Sicherheitsexperten und Strafverfolgungsbehörden in Bot-Netzen entdeckt.

    Wie die Hacker an die Zugänge gekommen sind, ist bislang nicht bekannt. Für viele heißt es nun aber, die Sicherheit der privaten Daten wiederherzustellen. Nach Empfehlung des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) gilt es in erster Linie, unsichere Passwörter durch schwer zu knackende zu ersetzen. Nach Empfehlung der Behörde sollten diese mindestens acht Zeichen haben. Handelt es sich um den Schlüssel für das heimische WLAN-Netz, sollten es sogar 20 Zeichen sein.

    Regeln für ein gutes Passwort

    Starke Passwörter bestehen aus Kombinationen von Groß- und Kleinbuchstaben, Sonderzeichen und Zahlen. Empfehlenswert ist es, letztere in der Mitte des Zugangsschlüssels zu platzieren. Leicht zu erratende Wörter oder Geburtstage sollten dabei nicht genutzt werden. Sicherer ist es, willkürliche Phrasen zusammenzuwürfeln.

    Klar muss sein, dass nur ein einziges gutes Passwort noch keine Sicherheit schafft. Experten empfehlen deshalb, für verschiedene Online-Dienste unterschiedliche Passwörter zu verwenden. So bleiben die Zugänge auch dann geschützt, wenn er Account Hackern zum Opfer fällt. Dies gilt insbesondere beim Online-Banking, für Mail-Accounts und Konten bei Online-Shops. Als besonders unsicher gelten übrigens Passwörter wie "123456", "password", "qwerty" oder "abc123", weil diese besonders häufig genutzt werden und gleichzeitig einfach zu erraten sind.

    Betroffene müssen mit Malware-Infektion rechnen

    Absolute Sicherheit kann es aber auch bei Beachtung dieser Regeln nicht geben, da Online-Kriminelle verschiedene Mittel besitzen, um an Passwörter zu kommen. Dazu gehört beispielsweise, sie einfach auszuspähen, wie es möglicherweise auch im aktuellen Fall passiert ist. Betroffene sollten ihren Rechner deshalb unbedingt auf eine Infektion mit Malware überprüfen. Das BSI weist allerdings darauf hin, dass auch aktuelle Anti-Malware-Programme längst nicht jede Schadsoftware erkennen können. Falls möglich, sollen Betroffene deshalb ihre Daten sichern und den Rechner neu aufsetzen.

    Gleiches gilt für Smartphones, da auch diese bei allzu sorglosem Umgang mit aus dem Internet heruntergeladenen Apps von Viren und Trojanern infiziert und so zum Spähwerkzeug werden können. Ob das eigene E-Mail-Konto von Hackern geknackt wurde, kann man auf einer eigens vom BSI eingerichteten Seite herausfinden. In der dortigen Abfrage muss die Mail-Adresse eingegeben werden. Anschließend gleicht die Behörde diese mit den gefundenen Datensätzen ab und informiert den Nutzer per Mail darüber, falls es einen Treffer gibt.

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