Was ist bei einer Allnet Flat zu beachten?

  • 06012014
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    Die Preise für Mobiltelefonie sind in den letzten Jahren massiv gesunken. Zahlte man vor zehn Jahren häufig noch über 20 Cent für die Gesprächsminute, können Telefonate heute in vielen Tarifen schon zum Pauschalpreis geführt werden. In sogenannten Allnet Flatrates spielt auch das Netz des Gesprächspartners keine Rolle mehr. Unterschiede gibt es trotzdem.

    Die Handynutzung ist heute vergleichsweise günstig. Wer ohne Zusatzkosten telefonieren will, kann dies schon für etwa 20 Euro im Monat tun. Im Normalfall bekommt man für diesen Preis noch einen Internetanschluss dazu, da es sich bei den aktuellen Allnet Flats nahezu ausschließlich um Kombitarife aus Internet und Telefonie handelt. Einige wenige Anbieter bauen ihr Angebot sogar zur Dreifach-Flatrate aus und erlauben zusätzlich den gebührenfreien Versand von SMS. Derartige Pakete werden in der Regel aber nur für begrenzte Zeit ins Sortiment aufgenommen. Wer bei der Buchung seiner Allnet Flat die maximale Ersparnis herausholen will, sollte also die Augen nach derartigen Aktionen offen halten.

    Datennetz nicht bei jedem Anbieter gleich gut

    Neben den Unterschieden beim Leistungsumfang ist es aber auch das jeweilige Netz, das für Qualitätsunterschiede sorgt. Schließlich können nicht alle deutschen Anbieter eine ähnlich gute Netzabdeckung vorweisen. Geht es lediglich darum, günstig zu telefonieren, spielt die Anbieterwahl zwar eine untergeordnete Rolle – hier sind mittlerweile alle Netzbetreiber gut aufgestellt – legt man Wert auf die Verfügbarkeit einer schnellen Internetverbindung, macht sich die Netzwahl aber zum Teil deutlich bemerkbar.

    Insbesondere in ländlichen Regionen hat nicht jeder Anbieter UMTS ausgebaut, sodass nur Edge oder GSM als Datenübertragungsstandard zur Verfügung stehen. Selbst das Abrufen einer E-Mail kann dann zur Geduldsprobe werden. Dass lediglich GSM genutzt werden kann, ist heute aber glücklicherweise nur noch äußerst selten der Fall. Eine generell gute Netzabdeckung können Vodafone und die Telekom sowie deren Discount-Partner (beispielsweise congstar oder Fyve) bieten. E-Plus und o2 sind dafür in dichter besiedelten Regionen aktiv.

    Allnet Flat mit LTE teurer

    Was Discounter bis dato nicht bieten können, ist ein Zugang zum LTE-Netz von Vodafone, der Telekom oder o2. Will man den schnellen Datenstandard nutzen, ist man deshalb gezwungen, seinen Vertrag direkt beim Netzbetreiber abzuschließen und etwas höhere Preise zu zahlen. Für eine Allnet Flat mit LTE-Unterstützung müssen etwa 30 Euro und mehr veranschlagt werden. Für die Zukunft ist aber zu erwarten, dass die großen Anbieter ihr LTE-Netz auch für ihre Partner öffnen, was einen Preisrückgang zur Folge haben dürfte.

    Claudia Tourelle  
    Autor:
    Claudia Tourelle
    Datum:
    06.01.2014
    Tags:
    O2, Mobiles internet, BASE, Vodafone, Allnet Flat, Telekom, LTE, Netzausbau

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