Tobit.Software stellt Entwicklung von BlackBerry-Apps ein

  • 19112013
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    © blackberry.com

    Der Verkauf des angeschlagenen Smartphone-Herstellers BlackBerry ist vorerst abgeblasen. Das Unternehmen will stattdessen mit frischen Mitteln versuchen, die Absatzkrise zu überwinden. Leicht wird dies wahrscheinlich nicht, kommen mittlerweile zu den finanziellen auch organisatorische Probleme hinzu. Wie es aus Kreisen freier Entwickler heißt, stockt die Annahme neuer Apps für die BlackBerry App World. Mindestens eine große App-Schmiede, in diesem Fall "Tobit.Software", will deshalb jetzt die Entwicklung für BlackBerry-Geräte einstellen.

    Zwei Monate ohne Lebenszeichen

    Für BlackBerry ist dies ein weiterer Rückschlag. Tobit.Software ist nach eigenen Angaben einer der weltweit größten Anbieter von Smartphone-Anwendungen und entwickelt seine Apps auch für Android, Windows Phone und iOS. BlackBerry-Nutzer gehören ebenfalls seit Jahren zum Kundenkreis des Unternehmens. Ambitionen, sich aus diesem Bereich zurückzuziehen hatte man nach eigener Darstellung nicht, sieht sich nun aber aufgrund der Situation dazu gezwungen.

    In einer auf Facebook veröffentlichten Mitteilung des Software-Entwicklers heißt es, man habe seit zwei Monaten nichts mehr von BlackBerry gehört und warte ebenso lange darauf, dass eingereichte Apps für die App World freigeschaltet werden. Vielsagend fragt man deshalb, ob das Smartphone-Urgestein bereits tot sei ("RIM? R.I.P?") und wie man eine "lebendige App für ein totes Betriebssystem entwickeln" solle.

    Noch kein endgültiger Abschied

    Trotz der markigen Worte scheint man bei Tobit.Software noch Hoffnung zu haben. In einer parallel erschienenen Pressemitteilung ist davon die Rede, dass man BlackBerry bis Ende des Jahres Zeit geben wird, um wieder eine klare Ausrichtung zu finden. Dann könnte die Entwicklung neuer Apps in Angriff genommen werden. Bis dahin dürften das Team der App World einiges zu tun haben.

    Nach Schätzungen von Peter Sommer, dem Content Services-Manager bei Tobit.Software, stecken mittlerweile mehrere Hundert Apps in der Warteschlange. Im Vergleich mit anderen Plattformen ist die jetzige Verzögerung tatsächlich ungewöhnlich lang. Für iOS entwickelte Programme werden meist nach etwa zwei bis drei Wochen freigegeben. Im Play Store erfolgt die Freischaltung laut Tobit.Software sogar noch etwas schneller.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    19.11.2013
    Tags:
    Blackberry, Apps, BlackBerry App World, Tobit Software, App Entwicklung, App Freischaltung

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