Android: Turbo-Wachstum und Sicherheitsprobleme durch Offenheit

  • 08112013
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    © wikipedia.org /
    Google

    Android ist das am schnellsten wachsende Kind der IT-Branche. Das belegt eine jetzt im "MIT Technology Review-Magazin" erschienene Studie, die die Verbreitung verschiedener beliebter Elektronikprodukte unter die Lupe genommen hat. Dabei zeigte sich, dass das Google-Betriebssystem selbst Erfolgsstorys wie die von Facebook übertreffen konnte.

    Das schnelle Wachstum hat allerdings auch seinen Preis, wie eine weitere, ebenfalls erst kürzlich erschienene Studie zur Sicherheit des Systems belegt.

    Facebook und iOS haben das Nachsehen

    Der Erfolg von Android lässt sich kaum leugnen. Schaut man heute in die Taschen der Menschen, ist die Chance groß, dort ein Smartphone mit Android zu finden. Diese Annahme wird durch die rasant steigenden Nutzerzahlen untermauert. Android wird heute weltweit von rund einer Milliarde Menschen genutzt. Um derart groß zu werden, hat das System lediglich fünf Jahre benötigt. Zum Vergleich: Facebook erreichte diese Marke erst neun Jahre nachdem die Seite in Harvard online gegangen war.

    Die Konkurrenz kann dem wenig entgegensetzen, wobei Apples iOS noch die beste Figur macht. Das System ist fünf Jahre und neun Monate nach seiner Einführung auf immerhin 700 Millionen Geräten zu finden. Der ehemalige Vorreiter Symbian brachte es in elf Jahren gerade einmal auf 450 Millionen Nutzer, Branchenurgestein BlackBerry muss sich mit 225 Millionen Kunden zufriedengeben.

    Android-Sicherheit leidet unter Freiheit der Hersteller

    Möglich wurde der enorme Erfolg erst durch die Offenheit des Systems, die es für Hersteller attraktiv gemacht hat. Gleichzeitig sorgt die Möglichkeit, Android nach Belieben anzupassen, auch für Probleme. Forscher des "Department of Computer Science" der North Carolina State University haben in einer Studie mit zehn Android-Smartphones festgestellt, dass viele Sicherheitsrisiken durch entwickelte Android-Erweiterungen verursacht werden. Diese seien leichter angreifbar und würden gleichzeitig wesentlich mehr Rechte einfordern als Apps, die im Rahmen des Android Open Source Projects entstanden sind. Dabei handle es sich zum Teil auch um Rechte, die für die Funktionalität gar nicht benötigt werden.

    Sicherstes Smartphone im Test war passend dazu das Nexus 4 von Google, während beim Galaxy S3 die größten Mängel ausgemacht wurden. Wie die Forscher anmerken, wären neuere Modelle aber nicht zwangsläufig besser, da die Hersteller Probleme zum Teil in spätere Updates verschleppen.

    Lasslo Franke  
    Autor:
    Lasslo Franke
    Datum:
    08.11.2013
    Tags:
    Facebook, Google Android, Wachstum, Apple iOS, Open Source, Samsung Galaxy S3, Sicherheit, Google Nexus 4

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