Deutsche Telekom schickt Joyn in die Testphase

  • 16112012
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    Ende August hat Vodafone Joyn auf den ersten Geräten eingeführt, jetzt bringt auch die Telekom den SMS-Ersatzdienst an den Start und hat eine entsprechende App für Android und iOS veröffentlicht. Noch können aber nicht alle Nutzer auf den neuen Dienst zugreifen, da die Telekom das System vorerst mit einer begrenzten Teilnehmerzahl testen will.

    Die Apps wurden deshalb nicht in den offiziellen Shop-Portalen der beiden Plattformen veröffentlicht. Die Android-Version kann bei verschiedenen Downloadseiten im Internet heruntergeladen werden, für das iOS-Programm hat die Telekom eine eigene Downloadseite eingerichtet, die sich mittlerweile jedoch nur noch mit Passwort aufrufen lässt. Dass Joyn nicht gänzlich öffentlich ist, deutet daraufhin, dass der neue Standard im Netz der Telekom noch nicht völlig fehlerfrei arbeitet. Die Telekom hatte den Start ursprünglich für Anfang Oktober angekündigt, gibt nun aber Dezember als neuen Termin an.

    Alternative zu WhatsApp und Apple-Diensten

    Auf lange Sicht soll der auch als RCS-e (Rich Communication Suite enhanced) bekannte Dienst die herkömmliche SMS ersetzen. Vorteil des neuen Standards ist, dass nicht nur Textnachrichten, sondern auch Bilder und Videos übermittelt werden können. Selbst Videoanrufe lassen über den Dienst realisieren. Ziel der Netzbetreiber ist es, die Abwanderung zu Konkurrenzdiensten wie WhatsApp oder iMessage zu verhindern, die schon seit längerem ähnliche Möglichkeiten anbieten.

    Die Abwicklung von Joyn erfolgt über die Internetverbindung des Smartphones, der anfallende Traffic wird bei der Telekom aber im Gegensatz zu den Drittanbieteralternativen nicht auf das monatlich verfügbare Inklusiv-Volumen angerechnet. Der Dienst soll darüber hinaus auch dann noch ohne Einschränkungen genutzt werden können, wenn die Volumengrenze überschritten wurde. Kostenlos ist Joyn beim größten deutschen Mobilfunkanbieter aber nur mit einem entsprechenden Vertrag. Will man den Service ohne Datentarif oder SMS-Flatrate nutzen, fallen die für den Nachrichtenversand üblichen Kosten an. Werden Dateien bis zu einer Größe von 15 MB verschickt, berechnet die Telekom 39 Cent. Bei Videotelefonaten verdoppelt sich der Minutenpreis.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    16.11.2012
    Tags:
    SMS, Vodafone, Deutsche Telekom, WhatsApp, Joyn, Videoanrufe, IMessage

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