Vodafone startet SMS-Nachfolger Joyn für deutsche Nutzer

  • 29082012
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    © vodafone.de

    Nach der ersten Ankündigung vor mehreren Monaten ist es nun so weit: Vodafone hat den Joyn genannten SMS-Nachfolger RCS-e gestartet. Die Einführung des neuen Dienstes gilt als Versuch, der Abwanderung von Kunden zu alternativen Anbietern wie WhatsApp zu begegnen.

    Joyn bietet deshalb einen deutlich größeren Funktionsumfang als der herkömmliche Kurznachrichtenservice. Bei Vodafone kann Joyn bei SuperFlat-Tarifen mit Daten- und SMS-Flatrates oder mit Prepaid-Tarifen genutzt werden, bei denen eine Datenoption gebucht wurde. Der anfallende Datenverkehr wird dann über die Internetverbindung des Handys abgewickelt und auf das monatlich verfügbare Datenvolumen angerechnet.

    Joyn vorerst nur für Android

    Voraussetzung ist momentan außerdem, dass man über ein Smartphone mit Android-Betriebssystem verfügt. Die älteste unterstützte Version gibt Vodafone mit Android 2.2 ("Froyo") an. Interessierte Besitzer kompatibler Geräte können die für die Nutzung notwendige App kostenlos aus Googles Play Store laden.

    Vodafone verspricht, in den nächsten Monaten auch andere Betriebssysteme zu unterstützen. Außerdem soll Joyn künftig auch auf Neugeräten installiert sein oder per Software-Update nachgeliefert werden.

    Kommunikation über verschiedene Kanäle

    Mit der Installation wird Joyn tief in das System des Smartphones integriert und lässt sich anschließend direkt über das Adressbuch des Nutzers aufrufen. Die Kommunikationsmöglichkeiten sind dabei deutlich umfangreicher als bei SMS und MMS. Mit Joyn versendete Nachrichten können nicht nur Text, sondern auch Sprach- und Videobotschaften oder Bilder sowie andere Dateien enthalten. Außerdem ist es möglich, den Service für Videotelefonate zu nutzen oder den eigenen Standort an andere Kontakte weiterzugeben.

    Diese bekommen die Position auf einer Karte angezeigt und können sich anschließend dorthin navigieren lassen. Welche Funktionen in der Praxis verfügbar sind, ist von der Qualität des Netzes abhängig. Fällt diese zu schlecht aus, kann das System beispielsweise den Aufbau von Videotelefonaten verweigern. So soll sichergestellt werden, dass die einzelnen Dienste reibungslos funktionieren. In Zukunft wird Joyn außerdem auch netzübergreifend nutzbar sein. Die Telekom und o2 haben ebenfalls angekündigt, den Service in diesem Jahr einführen zu wollen.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    29.08.2012
    Tags:
    Vodafone, Marktstart, Google Android, WhatsApp, RCS-e, Joyn

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