Neuer RIM-Chef Heins will auf bisherigem Kurs bleiben
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27012012
So sehr der Führungswechsel bei Research in Motion von Investoren und Analysten herbeigesehnt wurde, so skeptisch reagierte man auf die Ernennung von Thorsten Heins zum CEO. Heins ist seit 2007 Mitarbeiter des angeschlagenen BlackBerry-Herstellers und gilt bei Beobachtern schon deshalb nicht als erste Wahl.
Mit einigen Äußerungen zur Zukunft des Konzerns sorgte er zusätzlich für Irritationen. In einem Interview äußerte er sich jetzt zu den Kritikern und Zukunftsplänen seines Unternehmens.
Veränderungen sind bereits im Gange
Kurz nach dem Antritt seines neuen Amtes am Montag zeigte sich Heins zur Überraschung der Anleger davon überzeugt, dass Research in Motion keinen radikalen Kurzwechsel braucht, um wieder in ruhigeres Fahrwasser zu kommen. Analysten befürchteten deshalb, der neue CEO hätte keine eigenen Ideen und würde die in den letzten Jahren wenig erfolgreiche Geschäftspolitik seiner Vorgänger fortsetzen.
Im Gespräch mit dem Blog Crackberry erklärt Heins, falsch verstanden worden zu sein. Er habe nur klar machen wollen, dass dramatische Veränderungen, wie sie von einigen Seiten vorgeschlagen wurden, unnötig seien. In den letzten Wochen waren Stimmen laut geworden, die eine Aufteilung und den Verkauf des Konzerns gefordert hatten. Diese Idee wollte Heins aus der Welt schaffen. Der ehemalige Siemens-Manager glaubt, dass RIM aus eigener Kraft zur alten Stärke zurückfinden kann. Veränderungen, die das möglich machen sollen, habe man bereits in Angriff genommen. Heins nennt hier die Verwendung von QNX als Betriebssystem beim BlackBerry Playbook, die ein Beleg dafür sei, dass es bei RIM keinen Stillstand gebe.
Abfuhr an Android
Gleichzeitig erteilte er der Forderung eine Abfuhr, RIM solle sich künftig auf die Produktion von Hardware konzentrieren und die Software-Entwicklung einem Partner wie Google überlassen. Heins hält das für den falschen Weg und verweist auf die wenigen Alleinstellungsmerkmale der Android-Partner: "Man muss sich nur die aktuellen Produktvorstellungen ansehen und erkennt sofort, dass es keine Möglichkeit zur Abgrenzung gibt." Zwar würde RIMs Ansatz weniger oft gewählt, er sei aber überzeugt, die Schwierigkeiten überwinden zu können.
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