Kaspersky: Android ist weiterhin beliebtestes Angriffsziel von Hackern
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18012012
© chip.deSchadprogramme für Handys und Smartphones erleben derzeit einen rasanten Zuwachs. Wie die Sicherheitsfirma Kaspersky mitteilte, hat man mittlerweile über 6.500 Schädlinge für Mobilfunkgeräte in seine Datenbank aufgenommen. Bei der Verteilung zeige sich, was andere Experten ebenfalls schon festgestellt haben: Android-Nutzer sind am stärksten durch die Schädlinge bedroht.
Windows Phone und iOS von Hackern kaum beachtet
Insgesamt 63 Prozent der bekannten Malware-Programme werden für das offene Betriebssystem geschrieben. Damit ist Android mit Abstand das beliebteste Angriffsziel von Hackern. Auf Rang 2 folgt die Java MicroEdition, eine eingebettete Laufzeitumgebung für Apps, die vor allem auf Featurephones Einsatz findet. 25 Prozent der aufgedeckten Schädlinge wurden für diese Software entwickelt.
Eher niedrig fällt hingegen das Interesse an iOS und Windows Phone 7 aus. Zusammen mit dem BlackBerry OS würden die Systeme nur punktuell attackiert. Aufgrund früherer Veröffentlichungen mit ähnlichen Ergebnissen hatte Google den Sicherheitsfirmen Panikmache vorgeworfen. Man würde versuchen, die Nutzer zu verunsichern, um die eigenen Schutzprogramme besser verkaufen zu können.
Die von Kaspersky vorgelegten Zahlen zeigen allerdings, dass die Bedrohung real und ansteigend ist. Hatten die Experten im Juli gerade einmal 200 neue Schädlinge ausgemacht, registrierte man im Dezember 2011 insgesamt 1.200 Malware-Programme - darunter auch einen Bot, der in der Lage ist, Netzwerke zu bilden und automatisiert Premium-SMS versendet.
User sind das größte Sicherheitsrisiko
Das Unternehmen betont allerdings, dass sich Nutzer mit einfachen Verhaltensregeln gut vor einer Infektion des Smartphones oder Tablets schützen können. So sollten regelmäßig Updates für Apps und das Betriebssystem eingespielt, Programme nur aus sicheren Quellen bezogen und nicht jeder per Mail zugeschickte Link oder Anhang geöffnet werden. Zusätzlichen Schutz böten außerdem die Sicherheitseinstellungen am Gerät selbst und die Installation einer Antivirensoftware.
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