Transformer Prime: Asus rollte Update aus - Nutzer machen gegen Bootloader-Sperre mobil
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03012012
© asus.comAsus hat damit begonnen, ein erstes Update für das Tegra 3-Tablet Eee Pad Transformer Prime auszurollen. Die neue Firmware soll die allgemeine Performance verbessern und Probleme mit dem GPS-Empfang und der Kamera beseitigen.
Nutzer hatten sich zuvor beschwert, dass eine Ortsbestimmung mit dem Android-Gerät kaum möglich sei, weil das Tablet keine Satelliten findet. Asus nimmt das Problem offenbar ernst und hat GPS aus der Spezifikationsliste auf der Produktseite des Tablets gestrichen.
Satellitenposition aus dem Netz
Aufgegeben hat man das Feature allerdings noch nicht und versucht, mit dem neuen Patch eine softwareseitige Lösung zu finden. Das Update veranlasst, dass das Transformer Prime die Positionsdaten von Satelliten über das Internet herunterlädt. Der Verbindungsaufbau soll so erleichtert werden.
Da das Gerät ausschließlich als WLAN-Version angeboten wird, muss dafür zuvor eine WLAN-Verbindung geöffnet werden. Mit dem Update geschieht das ebenfalls automatisch. Denkbar ist, dass das Transformer Prime die eigene Position dann zusätzlich anhand der WLAN-Netze in der Umgebung errechnet. Diese Technik ist als Assisted GPS bekannt.
Gesperrter Bootloader erhitzt Gemüter
Ein weiteres Anliegen vieler Transformer Prime-Käufer bleibt von dem OTA-Update unberührt. Asus liefert das neue Tablet mit einem gesperrten und verschlüsselten Bootloader aus und verhindert so, dass das Gerät mit modifizierten Betriebssystemversionen aus der Android-Community ausgestattet wird. Zur Begründung erklärte das Unternehmen, dass diese Custom-ROMs dank der guten Update-Politik von Asus nicht benötigt werden.
Viele Käufer sehen das allerdings anders und machen nun mobil. Auf der Webseite Change.org kann eine Petition unterschrieben werden, die Asus zur Freigabe des Bootloaders auffordert. Die Aktion hat mittlerweile mehr als 3.000 Unterstützer und soll enden, wenn 10.000 Unterschriften gesammelt wurden. Auch auf Facebook lassen Kunden ihrem Ärger freien Lauf und drohen mit Stornierungen und Rücksendungen.
Die Chancen auf Erfolg scheinen dabei gut zu stehen, da sich auch andere Branchengrößen wie Samsung und Motorola in der Vergangenheit dem Druck der Kunden beugen mussten. Asus hat inzwischen ein offizielles Statement zu der Problematik angekündigt. Nachdem man die Forderungen zuvor als unnötig abgetan hatte, erscheint ein Einlenken deshalb denkbar.
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