RIM befürchtet herbe Verluste - Neue Smartphones kommen später

  • 16122011
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    BlackBerry-Hersteller Research In Motion (RIM) befürchtet deutliche Absatzeinbrüche im gerade begonnen vierten Quartal seines Geschäftsjahres. RIM rechnet trotz des Weihnachtsgeschäftes nur noch mit Absätzen von elf bis zwölf Millionen seiner Smartphones - im Vorjahresquartal konnte der kanadische Hersteller noch 15 Millionen BlackBerrys verkaufen. Die BlackBerry-Telefone galten lange als Smartphone-Favoriten vor allem bei Business-Anwendern, behaupten sich inzwischen jedoch zunehmend schlechter gegen die Konkurrenz des iPhones und der diversen Android-Geräte.

    Auch das Playbook-Tablet der Kanadier erwies sich am Markt als Flop. Auch die Zahlen des Ende November abgelaufenen dritten Geschäftsquartals sprechen eine deutliche Sprache - RIM gerät immer stärker unter Druck. Der Umsatz verringerte sich im Vorjahrsvergleich von etwa 5,5 Milliarden auf 5,17 Milliarden US-Dollar. Der Konzerngewinn ist im gleichen Zeitraum um 27 Prozent gesunken und beträgt jetzt noch 667 Millionen US-Dollar. Der Absatz der BlackBerrys belief sich im vergangenen Quartal auf 14,1 Millionen Stück.

    Smartphones mit BlackBerry 10 - erst in der zweiten Jahreshälfte

    Zeitgleich teilten die beiden RIM-Chefs Mike Lazaridis und Jim Bassillie in einer Telefon-Konferenz mit, dass sich die Veröffentlichung neuer BlackBerry-Smartphones mit dem Betriebssystem BlackBerry 10 (früher BBX) an Bord deutlich verzögern wird - die ersten Geräte könnten frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2012 ausgeliefert werden.

    Hintergrund ist, dass die benötigten Prozessoren erst Mitte nächsten Jahres serienreif sind. Das Problem für RIM - seine Geräte sind damit noch für einen relativ langen Zeitraum auf das bisherige BlackBerry OS angewiesen, das bei Smartphone-Usern kontinuierlich an Popularität verliert.

    RIM-Doppelspitze bittet Investoren um Geduld

    Lazaridis und Bassillie stehen auf den Gehaltslisten von RIM ab jetzt nur noch mit einer symbolischen Überweisung von je einem Dollar und baten ihre Aktionäre nochmals um Geduld für die Neuaufstellung des angeschlagenen Unternehmens. Die Investoren hatten zuletzt immer deutlicher den Rücktritt des Führungs-Duos gefordert.

    Diese Stimmen werden sich jetzt wohl noch einmal verstärken - nach der Veröffentlichung der Quartalsdaten und der Absatzprognose für das vierte Quartal fiel die RIM-Aktie nachbörslich um sieben Prozent auf 14 Dollar, den niedrigsten Stand seit 2004. In seinen guten Zeiten konnte das Unternehmen Kurswerte von bis zu 140 Dollar pro Papier für sich verbuchen.

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