Motorola Mobility-Aktionäre stimmten dem Verkauf an Google zu
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18112011
Google ist derzeit dabei, den Zukauf von Motorola Mobility formal und juristisch abzusichern. Der Internet-Gigant hatte Mitte August seine Kaufabsichten publiziert, das Management der beiden Unternehmen hatte den Deal zuvor sehr kurzfristig ausgehandelt. Gestern stimmten auch rund 99 Prozent der Aktionäre von Motorola Mobility der Übernahme zu - Google ist damit der Realisierung seines Kauf-Projekts ein gutes Stück näher gekommen.
Google will für die Handy-Sparte Motorolas einen Kaufpreis von 12,5 Milliarden US-Dollar zahlen und sich damit nicht nur eine Hardware-Basis für Android verschaffen, sondern vor allem seine Patentmacht stärken. Zum Gesamtpaket gehört ein reichhaltiges Patent-Archiv mit 17.000 registrierten und 7.500 beantragten Patenten.
Zustimmung der Wettbewerbshüter steht aus
Für den Abschluss des Übernahme-Procederes hatten die beiden Konzerne ursprünglich einen Zeitrahmen bis Ende 2011/Anfang 2012 veranschlagt. Dass dieser Zeitplan eingehalten werden kann, erscheint derzeit eher unwahrscheinlich. Zum einen haben die Wettbewerbsbehörden dem Google-Kauf bisher noch nicht zugestimmt und für ihre endgültige Entscheidung einen eigenen Terminplan.
Sicher ist, dass sie den Google-Motorola-Deal besonders exakt prüfen werden - Google hat mit Android innerhalb weniger Jahre die Marktführerschaft im mobilen Softwaremarkt übernommen und hält derzeit nach Angaben der Marktforscher von Gartner einen Marktanteil von mehr als 50 Prozent.
Verzögerung des Kaufs durch Lemko-Prozess
Außerdem droht Motorola eine Klage des US-Netzwerks-Ausrüsters Lemko wegen eines Diebstahls von Geschäftsgeheimnissen. Motorola Mobility soll einen Lemko-Ingenieur abgeworben haben, der den Quellcode für eine mobile Ortungs-Technologie mitentwickelt hat, die unter anderem von Google Maps verwendet wird.
Lemko hat deshalb jetzt angekündigt, sich gegen den "illegalen Verkauf" der Motorola Mobility an Google mit allen Mitteln zur Wehr zu setzen, um sein geistiges Eigentum vor dem unrechtmäßigen Zugriff Googles zu schützen. Bereits früher hatte allerdings Motorola gegen Lemko Klage eingereicht, da derselbe Ingenieur nach dem Arbeitgeber-Wechsel vertrauliche Motorola-Unterlagen an seine alte Firma weitergab.
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