Pinger: App erlaubt kostenlose Telefonate ins Festnetz

  • 01032012
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    © pinger.com

    Telefonate müssen Smartphone-Nutzer nicht immer etwas kosten. Zumindest nicht, wenn es nach den Entwicklern des Instant Messengers "Pinger" geht. Die werbefinanzierte App erlaubt es den Nutzern, Gratis-SMS an Nummern außerhalb des Netzwerks zu versenden und wird ihren Dienst bald auch auf Telefonate ins Festnetz ausweiten. Ermöglicht wird das durch eine Kooperation mit der Deutschen Telekom, die über eine Tochterfirma an Pinger beteiligt ist.

    Punkte statt Cent

    Völlig unbegrenzt lässt sich der Dienst allerdings nicht nutzen. Wie viele Kurznachrichten verschickt und Anrufe gemacht werden können, hängt von einem Punktekonto ab. Wird eine Festnetznummer angerufen oder eine SMS verschickt, kostet das Punkte, erhält der Nutzer einen Anruf oder eine Nachricht, lädt sich das Punktekonto wieder auf. Gespräche zwischen Mitgliedern des Pinger-Netzwerks können hingegen ohne Einsatz der virtuellen Währung geführt werden.

    Neben SMS stehen hier Voicemails und Telefonate als Kommunikationsmittel zur Auswahl. Zwischen Machern und Nutzer fließt deshalb kein Geld. Gebühren fallen allenfalls für entstehenden Internettraffic an.

    Angriff auf Festnetzanschlüsse

    Derzeit steht Pinger für iOS- sowie Android-Geräte zur Verfügung und wurde laut den Entwicklern bereits 20 Millionen Mal heruntergeladen. Versionen für Windows-PCs und Macs sind ebenfalls geplant und sollen die Reichweite erhöhen. Der Dienst nagt damit nicht nur an der Vormachtstellung von herkömmlichen SMS, sondern greift auch die Festnetztelefonie an, die in Deutschland nach wie vor eine große Rolle spielt.

    Trotz des schnellen Wachstums im Mobilfunksektor wurden im vergangenen Jahr zwei Drittel aller Telefonate über Festnetzanschlüsse geführt, was unter anderem mit den vergleichsweise niedrigen Kosten erklärt werden kann. Nichtsdestotrotz ist der Trend laut einer aktuellen Studie der Bundesnetzagentur rückläufig und geht zur reinen Handynutzung. Bereits jetzt telefonieren 12 Prozent der Haushalte ausschließlich mit dem Handy. Angebote wie Pinger, die die Verbindungskosten in diesem Bereich gegen Null drücken, dürften diese Entwicklung zusätzlich beschleunigen.

    Michael Kollet  
    Autor:
    Michael Kollet
    Datum:
    01.03.2012
    Tags:
    Smartphones, Festnetz, Telekom, Google Android, Instant Messenger, Pinger

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