o2 DSL: Drosselung startet Anfang November

  • 09102014
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    Für o2-DSL-Kunden wird es in den nächsten Wochen ernst. Wie das Unternehmen mitteilt, wird ab dem 3. November die Drosselung für allzu datenhungrige Nutzer eingeführt. Diese hatte man schon im vergangenen Jahr als Klausel in Neuverträgen festgeschrieben und den Start für den 1. Juli dieses Jahres angekündigt.

    Zum Stichtag machte man allerdings einen Rückzieher und verlegte die Einführung auf den 1. Oktober, der nun ebenfalls verstrichen ist. An der Drosselung hält man dennoch fest.

    Fair-Use-Prinzip soll Normalnutzer schützen

    Warum o2 den Termin mehrmals verlegt hat, ist nicht bekannt. Möglich wäre, dass der Münchner Provider zuerst einmal abwarten wollte, bis sich die Aufregung gelegt hat, die ähnliche Pläne der Telekom ausgelöst hatten und dem Konkurrenten rechtliche Auseinandersetzungen und bis zu einer Demonstration reichende Kundenproteste einbrachte. Möglich wäre aber auch, dass die technische Umsetzung bisher nicht vollständig gegeben war. Ein Tool, mit dem Kunden jederzeit ihren Datenverbrauch prüfen können, ist zwar versprochen, bislang aber nicht freigegeben worden. Diese Funktion soll aber ab dem 3. November im Kundencenter der o2-Webseite zu finden sein.

    Im Vergleich zu den mittlerweile fallen gelassenen Plänen der Telekom, zeigt sich o2 bei der Drosselung verhältnismäßig großzügig, da man nach eigener Aussage das auf ein Fair-Use-Prinzip setzt, bei dem nur diejenigen mehr zahlen, die tatsächlich auch regelmäßig einen überdurchschnittlichen Verbrauch haben. Kunden, die ihr im Vertrag festgelegtes Volumen nur in Ausnahmefällen überschreiten, brauchen sich deshalb keine Gedanken zu machen. Gedrosselt wird erst, wenn man drei Monate in Folge mehr Traffic verursacht - allerdings auch nur dann, wenn man im vierten Monat ein weiteres Mal die Grenze durchbricht. In diesem Fall sinkt das Volumen bis Ende des jeweiligen Monats auf 2 MBit/s. Wer sich damit nicht abfinden will, kann dann für 4,99 Euro weitere 100 GB ungedrosseltes Volumen buchen oder den Zugang für 14,99 Euro in eine echte Flat umwandeln lassen.

    Kritiker: Volumengrenzen für Familien zu niedrig

    Die Volumengrenze liegt im günstigsten Tarif-Paket S bei 100 GB, in höheren Tarifen bei 300 GB und mehr. o2 argumentiert deshalb, Normalnutzer müssten sich keine Gedanken um die Drosselung machen. Kritiker halten entgegen, dass das gebotene Volumen zumindest für mehrköpfige Familien knapp werden könnte, auch wenn diese den Anschluss nur für gewöhnliche Dienste wie Streaming-Portale, Gaming und Videotelefonie nutzen.

    Lasslo Franke  
    Autor:
    Lasslo Franke
    Datum:
    09.10.2014
    Tags:
    O2, DSL, Flatrate, Drosselung, Volumengrenze, Drosselkom, Streaming

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