Bundesnetzagentur: Breitbandinternet in 98 Prozent der Haushalte

  • 16122013
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    © telekom.com

    Kurz vor Jahresende hat die Bundesnetzagentur ihren Bericht zum Stand der Telekommunikationsnetze vorgestellt. Darin zieht die Behörde mit Blick auf die Breitbandabdeckung ein überwiegend positives Resümee, da die Verfügbarkeit schneller Internetanschlüsse weiter gestiegen ist. Auch dank LTE sollen mittlerweile nahezu überall Verbindungen mit einem Megabit pro Sekunde möglich sein.

    Wie die Bundesnetzagentur schreibt, können aktuell 99,8 Prozent der Haushalte auf entsprechend schnelle Anschlüsse zurückgreifen. Die überwiegende Mehrzahl hat in der Regel sogar Zugriff auf doppelt so hohe Bandbreiten. 2 MBit/s sind derzeit in 98 Prozent der Haushalte möglich.

    LTE trägt stark zur besseren Verfügbarkeit bei

    Dass dies mittlerweile auch in ländlichen Regionen möglich ist, sei besonders erfreulich und insbesondere auf den Aufbau von LTE-Netzen zurückzuführen. Die Bundesnetzagentur hatte bei der Vergabe der Frequenzlizenzen festgelegt, dass die Netzbetreiber LTE zuerst in bis dahin nicht für Breitbandinternetzugänge erschlossenen Regionen zur Verfügung stellen müssen.

    Die Einführung eines von Teilen der Politik geforderten Internet-Grundrechts hält man bei der Bonner Behörde angesichts der Fortschritte für unnötig. Die letzten verbliebenen weißen Flecken könnten mit geringen Investitionen erschlossen werden. Es erscheine deshalb als sinnvoll, auf Initiativen mit Kenntnissen vor Ort zu setzen, anstatt den Ausbau von zentraler Stelle aus voranzutreiben.

    Breitbandpläne der Regierung sind ambitioniert

    Die von der Bundesregierung ausgegebenen Ziele für den weiteren Ausbau sieht man als ambitioniert an. Im neuen Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass bis 2018 50-MBit-Anschlüsse flächendeckend zur Verfügung stehen sollen. Momentan können zumindest theoretisch 58 Prozent der Haushalte auf derart schnelle Anbindungen zurückgreifen, tatsächlich nachgefragt werden diese derzeit allerdings noch seltener.

    Laut Bundesnetzagentur ist dies nichts Ungewöhnliches, wie der Blick auf europäische Nachbarn zeigt. Auch dort gibt es einen deutlichen Abstand zwischen der Verfügbarkeit von schnellen Anschlüssen und der tatsächlichen Nachfrage. In Zukunft dürfte sich dies allerdings dank immer datenhungrigerer Anwendungen verändern.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    16.12.2013
    Tags:
    DSL, Mobiles internet, LTE, Netzausbau, Bundesnetzagentur, Breitbandinternet, LTE Verfügbarkeit

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