Vodafone will Kundenschwund mit stärkerem Netzausbau begegnen

  • 12112013
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    © vodafone.de

    Vodafone hat weiter mit Kundenschwund zu kämpfen. Das in Düsseldorf ansässige Unternehmen schloss das siebte Quartal in Folge mit einer geringeren Kundenzahl ab und war damit der einzige Anbieter, der am Ende des Quartals eine geschrumpfte Gesamtkundenzahl vorzuweisen hatte. Dem will der Mobilfunkriese jetzt entgegensteuern und die Konkurrenz durch massiven Netzausbau auskontern. Im Fokus stehen dabei vor allem schnellere Datenverbindungen.

    Umsatz und Kundenzahl gehen zurück

    Während die Telekom, o2 und E-Plus Ende September einen gewachsenen Kundenbestand vorweisen konnten, war die Gesamtkundenzahl bei Vodafone um 284.000 zurückgegangen. Binnen der vergangenen zwölf Monate ist diese Zahl um 3,14 Millionen auf 31,96 Millionen Kunden gesunken. Den Großteil des Rückgangs führt Vodafone auf die Löschung inaktiver Prepaid-Karten zurück, die Düsseldorfer mussten allerdings auch in anderen Bereichen Federn lassen.

    So verabschiedeten sich in Juli, August und September 61.000 Kunden von ihrem DSL-Anschluss bei Vodafone. Die gesunkene Kundenzahl machte sich auch finanziell bemerkbar. Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz des Unternehmens um 5,4 Prozent auf 2,31 Milliarden Euro. Für Vodafone positiv fiel indes der durchschnittliche Monatsumsatz pro Kunde aus, der sich um 60 Cent auf 15,80 Euro verbesserte.

    800 Millionen zusätzlich für den Netzausbau

    Um die schleichende Krise zu beenden, will Vodafone künftig ein schnelleres Netz mit besserer Sprachqualität bieten. Die Düsseldorfer haben angekündigt, den Etat für den Netzausbau von jährlich 1,2 auf zwei Milliarden Euro aufzustocken. Dieses Geld soll zum einen in die Verbesserung der Sprachverbindungen im GSM-Netz in Städten und an Autobahnen fließen, wird zum anderen aber auch in den Ausbau der UMTS- und LTE-Netze investiert werden.

    Vodafone hat angekündigt, in den kommenden Monaten alle UMTS-Basisstationen auf den HSPA+-Standard zu aktualisieren, um Verbindungen mit bis zu 43,2 MBit/s zu ermöglichen. Gleichzeitig soll der schnellere 4G-Standard LTE künftig in mehr Gemeinden, an Bahnstrecken und auch auf Autobahnen flächendeckend zur Verfügung stehen. Für ausgewählte Städte plant man sogar, über das 4G-Netz neue Spitzenleistungen liefern. Durch die sogenannte Trägerzusammenführung erhofft sich Vodafone Downloadraten von bis zu 225 MBit/s.

    Michael Kollet  
    Autor:
    Michael Kollet
    Datum:
    12.11.2013
    Tags:
    DSL, Mobiles internet, Prepaid, Vodafone, LTE, Netzausbau, Umsatzzahlen

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