Festnetz- und DSL-Kunden kehren der Telekom und o2 den Rücken

  • 07112013
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    Für die Telekom wird das Geschäft mit Festnetzanschlüssen für Telefonie und Internet zunehmend schwieriger. Aus den aktuellen Geschäftszahlen der Bonner geht hervor, dass in den vergangenen Monaten immer mehr Kunden dem Unternehmen den Rücken kehren. Wachstum erzielte man nur im Mobilfunkbereich. Mit diesen Schwierigkeiten steht man jedoch nicht allein da. Der gleiche Trend ist auch bei o2 zu beobachten.

    Der Kundenschwund bei der Telekom entwickelt sich rasant. Allein in den Monaten Juli, August und September musste der Telekommunikationsriese 255.000 Festnetzkunden abgeben und versorgt dadurch aktuell nur noch etwa 21,63 Millionen Anschlüsse. Ein ähnliches, wenngleich weniger drastisches Bild zeichnet die Kundenentwicklung bei den Breitband-Anschlüssen. Ende September ließen sich 12,38 Millionen Kunden von der Telekom mit Internet versorgen, was 47.000 Kundenverträge weniger sind als noch drei Monate zuvor bedeutet. Ein beachtliches Wachstum erreichte man lediglich bei den Mobilfunkkunden, wo 470.000 Neuverträge abgeschlossen werden konnten. Viele davon hatte man mit den günstigen Tarifen der Zweitmarke congstar überzeugen können.

    o2 mit gutem Ergebnis im Mobilfunk

    Den Verantwortlichen bei o2 gab das Sommerquartal ebenfalls keinen Grund zu jubeln. Im Jahresvergleich sank die Zahl der Kunden mit einem Festnetzanschluss des Unternehmens auf 2,15 Millionen, was einen Rückgang um 151.000 Anschlüsse entspricht. Ähnlich fiel das Ergebnis im Breitbandsektor aus. Hier büßte man 164.000 Anschlüsse ein. Erfolg hatte man dagegen im Mobilfunkgeschäft, wo im Vergleich zum Vorjahreszeitraum 427.000 neue Vertrags- und 36.000 Prepaid-Kunden gewonnen werden konnten.

    Kabelinternet laut Telekom immer gefragter

    Inwieweit die sinkende Zahl der DSL-Kunden mit den Drosselplänen der beiden Unternehmen zusammenhängt, lässt sich schwer sagen. Allerdings bestätigt die Telekom, einen verstärkten Wechselwillen zu Kabelnetzbetreibern zu beobachten. Diese locken mit schnelleren Anschlüssen zu niedrigeren Preisen und stellen derzeit keine Drosselung in Aussicht. Der Rückgang der Festnetzanschlüsse lässt sich hingegen mit der zunehmenden Verbreitung günstiger Allnet Flatrates begründen, die ein normales Heimtelefon für viele Kunden überflüssig werden lassen.

    Ralf Schmidl  
    Autor:
    Ralf Schmidl
    Datum:
    07.11.2013
    Tags:
    O2, DSL, Kabel-DSL, Festnetz, Congstar, Telekom, Drosselung, Geschäftszahlen

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