Netzausbau: Flächendeckendes DSL mit 50 MBit/s bis 2018 geplant

  • 04112013
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    © telekom.com

    In den Koalitionsverhandlungen zwischen CDU und SPD geht es mittlerweile auch um den Netzausbau. Laut Medienberichten wollen Vertreter beider Parteien konkrete Ziele für die kommenden Jahre vereinbaren und greifen dabei auf Pläne zurück, die das zuletzt von der FDP besetzte Wirtschaftsministerium als Ziel ausgegeben hat. Auch die Netzneutralität spielt in den Gesprächen eine Rolle.

    Besonderes Augenmerk legt die Koalitionsarbeitsgruppe Wirtschaft laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters auf den Ausbau von Breitbandnetzen in ländlichen Regionen. Geplant ist, 75 Prozent der Haushalte bis Ende 2014 mit mindestens 50 MBit/s schnellen Anschlüssen zu versorgen. 2018 sollen derart hohe Verbindungsgeschwindigkeiten schließlich flächendeckend erhältlich sein. Man will so der digitalen Spaltung zwischen Stadt und Land entgegentreten.

    Ziele laut Experten machbar

    Zumindest das erste Ziel gilt dabei nach Ansicht von Experten als durchaus realistisch. Schon jetzt verfügen etwa 61 Prozent aller Haushalte über einen Kabelanschluss, der gleichzeitig als Internetanbindung genutzt werden kann. Hier liegt die Verbindungsgeschwindigkeit in der Regel bei 100 MBit/s. Da sich die Telekom in Gebieten mit Kabelanschlüssen gleichzeitig um den Ausbau von VDSL bemüht, sei die angestrebte Abdeckung schnell zu erreichen, erklärte der CDU-Netzpolitiker Thomas Jarzombek erst Ende Oktober auf einer in Berlin abgehaltenen Diskussionsveranstaltung.

    Bei der Finanzierung der Pläne setzen Union und SPD auf private Investitionen, Mittel der EU und des Bundes sowie Breitband-Bürgerfonds. Dabei soll es sich um eine verzinste Anlage für Privatpersonen handeln, die in den Breitband-Ausbau investieren wollen. Einer Studie zufolge müssten auf diesem Wege insgesamt 20 Milliarden Euro aufgebracht werden, um die Pläne zu realisieren.

    Bekenntnis zur Netzneutralität

    Wie Reuters weiter schreibt, haben sich die Vertreter beider Parteien zur Netzneutralität bekannt. Telekommunikationsunternehmen wie die Telekom sollen demnach daran gehindert werden, unterschiedliche Verbindungsstandards zu unterschiedlichen Preisen anzubieten. Man wolle die Netzneutralität deshalb zum Teil des Telekommunikationsgesetzes machen und die Bundesnetzagentur mit neuen Befugnissen ausstatten, um die Einhaltung zu überwachen.

    Michael Kollet  
    Autor:
    Michael Kollet
    Datum:
    04.11.2013
    Tags:
    DSL, Kabel-DSL, VDSL, Telekom, Netzausbau, Bundesnetzagentur, Netzneutralität, Breitbandausbau

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