DSL-Drosselung: o2 stellt neue Tarife mit Volumengrenzen vor

  • 10102013
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    © o2 Germany

    Die Telekom bleibt mit ihrem Vorhaben, DSL-Anschlüsse künftig zu drosseln, nicht lange alleine. Nachdem das eigene Tochterunternehmen congstar erst vor wenigen Wochen ankündigte, ebenfalls eine Geschwindigkeitsbremse einbauen zu wollen, zieht jetzt auch Telefonica (o2) nach. Die Münchner haben neue DSL-Tarife vorgestellt, in denen Vielsurfer ab einem gewissen Datenvolumen langsamer im Netz unterwegs sind.

    Die neuen Tarife ersetzen ab dem 17. Oktober das alte Angebot, die Drosselung selbst soll ab dem 1. Juli nächsten Jahres umgesetzt werden. Neukunden von o2 müssten damit eher mit Einschränkungen rechnen, als die Nutzer von Telekom-Anschlüssen. Dort soll die DSL-Bremse erst ab 2016 eine Rolle spielen. Allerdings handhabt o2 das Vorhaben etwas liberaler und versucht mit der gleichzeitigen Einführung von Allnet Flatrates für den Festnetzanschluss ein neues Verkaufsargument zu schaffen.

    100-GB-Grenze und Fair Flatrate

    Vorgesehen ist die Drosselung in allen drei neuen Tarifen, die für jeweils 25, 30 und 35 Euro im Monat zu haben sein werden. Anders als die Telekom, die die Geschwindigkeit im kleinsten Tarif schon ab 75 GB reduzieren will, surfen o2-Nutzer bis 100 GB unbehelligt, wenn sie den All-in S für 25 Euro buchen. Im Anschluss wird eine Bandbreite von maximal 2 MBit/s zur Verfügung stehen. Das wäre zumindest für weniger anspruchsvolle Dienste ausreichend.

    In den anderen beiden Tarifen All-in M und All-in L wird die Drosselung nur noch für wenige Nutzer ein Thema sein. Hier legt o2 keine monatliche Obergrenze fest, sondern drosselt Anschlüsse erst, wenn drei Monate in Folge mehr als 300 GB monatlich versurft wurden. In den Folgemonaten will der Anbieter die Bandbreite dieser Anschlüsse dann ab einem Verbrauch von 300 GB auf 2 MBit/s zurückdrehen. o2 nennte dieses Modell Fair Flatrate.

    Ungedrosselte Flat gegen Zuzahlung

    Die ungedrosselte DSL-Flatrate soll trotz dieser Änderungen nicht ausgedient haben. Nutzer, die auf einen dauerhaften schnellen Anschluss angewiesen sind, wollen die Münchner aber stärker zur Kasse bitten. Sie werden die Möglichkeit haben, sich für knapp 5 Euro ein Volumen-Upgrade mit 100 GB zu erkaufen. Einen gänzlich unbegrenzten Zugang gibt es für rund 15 Euro. Eine echte Flatrate ohne Einschränkungen gäbe es demnach in Verbindung mit dem All-in S für 40 Euro monatlich.

    Claudia Tourelle  
    Autor:
    Claudia Tourelle
    Datum:
    10.10.2013

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