Studie: 99,1 Prozent der Haushalte sind mit Breitbandinternet versorgt

  • 13032012
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    © telekom.com

    Deutschland befindet sich auf dem besten Weg zur hundertprozentigen Breitbandabdeckung. Das belegt eine Studie des TÜV Rheinland, die jetzt in Teilen vom Bundeswirtschaftsministerium veröffentlicht wurde. Laut den Autoren können mittlerweile 99,1 Prozent der deutschen Haushalte mit Internetbandbreiten über 1 MBit/s versorgt werden. Die Qualität der Anschlüsse ist dabei allerdings vom Wohnort anhängig. Besonders im Osten und auf dem Land sieht die Studie Nachholbedarf.

     

    Ländliche Gebiete am häufigsten unterversorgt

    So liegt die DSL Verfügbarkeit mit schnellen DSL Anschlüssen in Thüringen, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern mit weniger als 97 Prozent deutlich unter dem Durchschnitt. Die größten Probleme bereit dabei der Ausbau der Breitbandnetze auf dem Land, wo bundesweit bislang nur etwa 92 Prozent der Haushalte über einen Megabitanschluss verfügen. Dieses Problem zeigt sich auch in Bundesländern wie Bayern, das mit einer nominalen Abdeckung von 98,5 Prozent als Flächenland gute Werte vorzeigen kann. Nichtsdestotrotz gelten hier 100.000 Haushalte als unterversorgt.

     

    Ehrgeizige Ausbaupläne

    Dem gegenüber stehen die Stadtstaaten Berlin, Bremen und Hamburg, deren Bürger mit 99,9 Prozent Breitbandabdeckung zu den am besten versorgten im Bundesgebiet gehören. Bewohner der Ballungsgebiete können derzeit auch auf die schnellsten Internetanbindungen zurückgreifen. So können 48 Prozent der deutschen Haushalte bereits mit Verbindungsgeschwindigkeiten bis 50 MBit/s im Internet surfen. Mitte 2011 waren es noch 40 Prozent gewesen.

    Diesen Wert will die Bundesregierung weiter steigern und plant, derart hohe Geschwindigkeiten bis 2014 für mehr als 75 Prozent der deutschen Haushalte verfügbar zu machen. In den ländlichen Regionen setzt man dabei weiter auf den Ausbau der LTE-Netze. Auf diesem Weg konnte die Abdeckung in den vergangenen Monaten um 6 Prozent gesteigert werden. Für einige der östlichsten Landesteile werden die Netzbetreiber und Bundesregierung allerdings eine Alternative suchen müssen. Dort ist ein Ausbau des LTE-Netzes derzeit nicht möglich, da es das in Polen auf gleicher Frequenz übertragene terrestrische Fernsehen stören würde.

    Michael Kollet  
    Autor:
    Michael Kollet
    Datum:
    13.03.2012
    Tags:
    Studie, DSL Verf├╝gbarkeit, Breitbandabdeckung

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