Internetnutzung in Deutschland: 23 Prozent der Haushalte offline
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19122011
© vernetzt.deDas Statistische Bundesamt legte heute einige Zahlen zur Internetnutzung in Deutschland vor. Demnach sind 23 Prozent aller Haushalte trotz Web 2.0 und der Verlagerung zahlreicher Alltagsaktivitäten - etwa Shopping, Information oder Entertainment - nach wie vor ohne Internetanschluss.
Dabei handelt es sich vor allem um Single- und Zwei-Personen-Haushalte ohne Kinder.
Fehlendes Interesse bzw. Kompetenz, Kosten oder DatenschutzKnapp drei Viertel der Haushalte ohne Internetzugang sahen persönlich keinen Bedarf für die Nutzung des World Wide Web. Etwa ein Drittel gab an, nicht über genügend Internet-Kompetenz zu verfügen - die betrifft 32 Prozent der Single-Haushalte und 37 Prozent der Haushalte mit zwei Personen. Speziell bei Ein-Personen-Haushalten schlägt die Internetnutzung offensichtlich auch als ein nicht tragbarer Kostenfaktor zu Buche - 27 Prozent dieser Gruppe fanden die Anschaffungskosten zu hoch, für 22 Prozent sind die laufenden Kosten des Internetzugangs zu teuer.
15 Prozent der Befragten nannten außerdem Datenschutz-Gründe und den Schutz ihrer Privatsphäre als Ursachen für die Internet-Abstinenz. Keine Rolle für einen dauerhaften Offline-Status spielte dagegen die fehlende Verfügbarkeit eines schnellen Internetzugangs.
DSL - bisher der Königsweg ins Internet
28 Millionen deutsche Privathaushalte sind dagegen online. 93 Prozent von ihnen gehen über Breitbandanschlüsse ins Netz, am häufigsten wird - mit 82 Prozent - dabei DSL genutzt. Die zweithäufigste Verbindungsart ist der mobile Internet-Zugang mit Smartphones, Note- und Netbooks oder Tablets - insgesamt 19 Prozent der Befragten gingen - parallel zum stationären Anschluss oder ausschließlich - über das Mobilfunk-Netz online.
Das Statistische Bundesamt legte seiner Studie allerdings keine DSL-Netzgeschwindigkeiten zugrunde, sondern wertete ausschließlich aus, wie viele Haushalte welche Netzanschlüsse - DSL, Kabel, Mobilfunk oder Satellit - nutzen. Der neue Mobilfunk-Standard LTE spielte als DSL-Alternative in der Auswertung der Statistiker offenbar noch keine explizite Rolle. Die Daten für die Studie wurden in 12.000 bundesdeutschen Haushalten erhoben.
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